Überall Weihnachtssterne…

…aus Gold und Silber, Holz, Stroh und Papier, mit Zimtgeschmack und ohne. Und in den Farben dunkelrot, zartrosa, gelb und weiß als Topfpflanzen.

(C) Frank Vincentz

Was haben denn Topfpflanzen im Wildkräuterblog zu suchen?
Ich sehe das Stirnrunzeln schon vor mir.
Na ja, eigentlich ist der Weihnachtsstern eine wildwachsende Pflanze, wenn auch nicht in unseren Breiten.
In tropischen und suptropischen Ländern wächst er wild. Er ist immergrün, hat einen verholzten Stamm und kann vier bis fünf Meter hoch werden.
Die hier bei uns erhältlichen Weihnachtssterne sind alle Zuchtformen, wesentlich kleiner und stärker verzweigt.
Allein in Deutschland werden davon ca. 40 Millionen in der Weihnachtszeit verkauft…jährlich!!!
Doch Weihnachtssterne sind „zickig“! Zumindest waren es meine immer.
Sie verloren, kaum gekauft, alle grünen Blätter. Und manchmal auch noch die roten, welche nur aussehen wie Blütenblätter. In Wirklichkeit sind es farbige Hochblätter. Die eigentliche Blüte ist unauffällig klein und gelb-grünlich.
Dabei sind Euphorbien (Wolfmilchgewächse) mehrjährige Pflanzen, die angeblich jahrelang immer wieder auch farbige Blätter entwickeln können.
Dazu soll man sie im Frühjahr zurückschneiden und umtopfen.
Im Sommer dürfen sie dann in die Sonne. Und ab Herbst jeden Tag, bzw. jede Nacht für 12 bis 14 Stunden ins Dunkel. Doch selbst der fahle Schein einer Strassenlaterne, der durchs Fenster fällt, kann schon verhindern, das die Hochblätter wieder rot werden. Am Besten stülpt man einen Karton oder Eimer über die Pflanze, um optimale Abdunklung zu erzielen.
Wer es versuchen will, dem wünsche ich viel Erfolg. Ich habe es aufgegeben, denn was nutzt all das Wissen, wenn die Grazien bei mir immer schon vorher ihre Hüllen fallen lassen…

Advertisements

One response to this post.

  1. Hallo Andrea,

    *schmunzel* … ich weiß genau, wovon Du sprichst. Bisher habe ich es nur ein einziges Mal geschafft, einen Weihnachtsstern im darauf folgenden Jahr noch mal zum Blühen zu bringen. Meine Weihnachtskakteen blühen auch immer im Sommer oder wann es ihnen gerade einfällt, nur nicht zu Weihnachten. 😉 Individualisten halt! Weihnachtssterne sind wunderschön, und zum Glück für uns gibt es ja jedes Jahr wieder neue. 40 Millionen – irre!
    Vor vielen Jahren erzählte mir eine Dame in den USA etwas von „Poinsettias“, die so typisch für die Weihnachtszeit wären. Ich hatte keine Ahnung, welche Pflanze sie meinte. Später begriff ich, dass sie von Weihnachtssternen gesprochen hatte – der englische Name leitet sich von dem US-Botschafter Poinsett ab, der die schöne Blume in Mexiko kennengelernt hatte und sie in die USA einführte. Der Weihnachtsstern ist einfach weltwelt der Garant für gute Weihnachtsstimmung!

    Liebe Grüße,
    Doris

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: