Next Generation

Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass Pflanzenknospen für die Sprosse des nächsten Jahres oft bereits im Herbst entstehen? Im Winter kommt man mangels frischem Grün fast zwangsläufig dazu, sich diesem Meisterwerk der Natur zu widmen. Wer nicht an Vorherbestimmung glaubt – vor allem an den von Blättern befreiten Laubbäumen könnt Ihr sie nun studieren. Jede Baumknospe enthält bereits alle Zellen für den Spross oder die Blüte des Folgejahres! Sie werden nur durch Zellwachstum in ihre letztendliche Form kommen, und dann beginnt das Spiel im nächsten Jahr von vorne.

Die Knospen haben viele Merkmale, anhand derer die zugehörigen Bäume auch ohne Blätter zu erkennen sind: die Anzahl der Schuppen, die den künftigen Spross schützend umhüllen, die Form der Narben (das sind die Stellen, wo vorher ein Blatt neben der Knospe saß) und die darin enthaltenen „Spuren“, die noch sichtbaren Adern des Blattes, die Farbe und natürlich auch die Form. Eine ausgesprochene Vielfalt macht sich an Ästen und Astspitzen breit. spitze, runde, abstehende, anliegende, in Astgabeln sitzende.

So ist der Wald auch im Winter nicht nur einfach totes Holz, sondern bietet genug Vielfalt, um auch bei kaltem und grauem Wetter einen interessanten Spaziergang zu erleben!

Und zum Jahresende gibt’s ein kleines Quiz – wer kann die Knospen auf dieser Seite den dazugehörigen Bäumen zuordnen? Tipp – alles wohlbekannte Vertreter 🙂

Ich wünsche Euch allen einen guten Übergang ins neue Jahr!

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3 responses to this post.

  1. Hallo Martin,

    ein gutes neues Jahr!
    Das ist ja wie in der Jägerprüfung hier … da kriegt man auch alle möglichen Ästchen und Grünzeug hingelegt mit der Frage: „Und was ist das?“. Tja. Bei Nr. 1 bin ich mir nicht ganz sicher, tippe aber auf Ahorn. Nr. 2 dürfte eine (Hain-?) Buche sein und Nr. 3 ist die Rosskastanie, so pappig wie das ausschaut.
    Ich bin gespannt! 🙂

    Viele Grüße,
    Doris

  2. Hallo Doris auch Dir ein gutes neue Jahr!

    schreiten wir nun zur Verlesung der Testergebnisse…
    Nr 3 – korrekt, Rosskastanie! Ganz schön klebrige Angelegenheit 😉
    Nr 2 – jawohl, die spitzen Knospen der Hainbuche in den schönen Rottönen sind unverkennbar!
    Nr 1 – leider verloren – das ist eine Eiche. Ganz charakteristisch sind die drei abstehenden Knospen am Zweigende!

    Glückwunsch, das können wir gelten lassen 🙂

    Gruß
    Martin

  3. Ha, das war doch gar nicht so schlecht. Ich habe mir vor ein paar Tagen die Eichen angeschaut, aber die Knospen sind bei uns irgendwie nicht so weit. Drum wäre ich nicht drauf gekommen, dass das eine Eiche ist. Aber danke für den Tipp mit den drei abstehenden Knospen, das merke ich mir gleich mal. Wieder was gelernt. 😉

    Schönen Abend!
    Doris

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