Wildkräuter und alte Kulturpflanzen im Garten / Teil 1

Ganz so blühend wie in Doris‘ Heimat ist es bei uns im Norden noch nicht. Doch auch hier wird es immer grüner.
Die Gräben leuchten gelb vom Scharbockskraut, die Wälle sind bedeckt von den hellgrünen jungen Gierschblättern und auch im eigenen Garten sind die Wildkräuter bereits aktiv.
Noch während der Umzugstage ins neue Haus habe ich einen ersten Streifzug über das Grundstück unternommen um zu sehen, welche Wilden denn bei uns wachsen.

Wildes im Garten

Hinten am Wall gibt es Scharbockskraut und Giersch, eine wilde Himbeere und ein wenig Vogelmiere. Ich nehme gleich von allem ein paar Blättchen mit. Vom Scharbockskraut nur wenig, da es bereits blüht und somit der Gehalt an Protoanemonin gestiegen ist. Protoanemonin ist ein Toxin, das in allen Hahnenfußgewächsen vorkommt, in geringen Dosen aber als unbedenklich gilt.
Unter der Hecke zur Nachbarin auf der linken Seite finden sich ein paar Brennnesseln. Zum Ernten fast zu wenig. Nie hätte ich gedacht, das ich mir einmal Gedanken machen würde, zu wenige Brennesseln im Garten zu haben 😉 Aber inzwischen nutze ich sie so gern für Tee, geröstet in der Pfanne oder im Backofen als Chips, als Spinat zusammen mit Giersch und für vieles mehr. Da sind so ein paar Pflänzchen schnell abgeerntet.

Auf der Wiese finden sich noch ein paar Blättchen vom Gänseblümchen und junger Löwenzahn.

Mein Körbchen ist voll und alles zusammen wird jetzt zerkleinert, mit Olivenöl, gerösteten Pinienkernen, Salz und etwas geriebenem Parmesan vermischt und ergibt ein leckeres Pesto für das Mittagessen.
Und wen es interessiert, was noch so alles wachsen wird im neuen Garten ist herzlich eingeladen zu Teil 2, Teil 3, …

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3 responses to this post.

  1. Posted by Doris on 5. Mai 2012 at 19:52

    Wie schön, die ersten Gartenfotos! 🙂 Unsere Eltern und so manche Nachbarn wundern sich wahrscheinlich darüber, dass wir Bedenken haben, es könnten nicht genug Brennesseln im Garten sein. Aber damit muss man leben. 😉
    Unser „Rasen“ ist zur Zeit eine wunderschöne Frühlingswiese mit Löwenzahn, Gänseblümchen, Frauenmantel, Vergissmeinnicht, Ehrenpreis, Gundermann und so manchen anderem Kräutlein. Ich schiebe das Mähen noch etwas hinaus … Giersch haben wir auch, in der Ecke unterm Flieder. Und von irgendwoher ist letztes Jahr eine Nachtkerze geflogen gekommen. Die wächst auch schon wieder. Gestriegelte 08/15-Gärten sind doch langweilig. 😉

    Liebe Grüße!
    Doris

  2. Posted by Andrea on 9. Mai 2012 at 16:07

    Hallo Doris,

    weisst Du, das die Nachtkerze auch als Gemüsepflanze genutzt werden kann. Vor allem die Wurzel, sie soll nach Schinken schmecken. Hab es aber noch nicht probiert.

    Andrea!

  3. Posted by Doris on 9. Mai 2012 at 22:20

    Hallo Andrea,
    nein, das wusste ich noch nicht, danke für die interessante Info.Bisher kannte ich die Nachtkerze nur als Mittel bei Hautproblemen. Inzwischen habe ich unsere Wiese mähen müssen, denn sonst wären wir nur noch mit der Sense durch gekommen.

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