Spätsommerlich-herbstliche Lilatöne

Zarte Lilatöne sind im Spätsommer anscheinend das, was Gelbtöne im Frühjahr sind – die vorherrschende Blütenfarbe nämlich. Die Pflanzen haben fast alle abgeblüht und sind jetzt damit beschäftigt, den Fortbestand zu sichern und ihre Samen zu verbreiten. Bis auf das Indische Springkraut blüht an den Wald- und Wiesenrändern kaum noch etwas. Dafür leuchten Blüten von exquisiter, zartlila Schönheit aus dem schon mehrfach gemähten und deshalb auch recht zarten Wiesengrün.

Leider konnte ich nicht alle Fundstücke identifizieren, aber da haben wir schon mal das allgegenwärtige Indische Springkraut, Herbstzeitlose, Wiesen-Flockenblume (oder?) und Rotklee. Bei der Schönheit links oben setzt es leider aus. Sie stand an einem Waldweg an einem kleinen Wasserlauf. Wisst Ihr, was für eine Pflanze das ist?

Der Hochsommer hat sich verabschiedet und ein paar milden Altweibersommertagen Platz gemacht. Auf die lila Spätsommerblüten werden vermutlich in baldiger Zukunft die lila Nikoläuse in den Supermärkten folgen. Die ersten Lebkuchen gibt es bei uns schon seit zwei oder drei Wochen…

 

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8 responses to this post.

  1. Hallo Doris
    Ist das nicht die Witwenblume?
    Meine Zinien und Gladiolen würden jetzt farblich sehr gut zu den Wiesenblumen passen. Ich liebe dieses „sanfte lila“.
    LG Claudia

  2. Ja, links oben ist die Witwenblume. Unterhalb des Klees ist keine Flockenblume, sondern eine Kuckuckslichtnelke.
    Springkraut spendiert zur Zeit leckere Samenkörner – schmecken nach frischer Walnuss.

    Liebe Grüße
    Renate

  3. Posted by Doris on 19. September 2012 at 18:46

    Hallo Claudia und Renate,

    ich dachte auch schon an die Witwenblume. Mit der habe ich irgendwie ein Problem – ich kann das Teil nie eindeutig identifizieren. Aber wenn Ihr beide der Meinung seid, es ist eine Witwenblume, ist es mit ziemlicher Sicherheit auch eine. Danke Euch!

    Aha, Kuckuckslichtnelke … ich dachte, die blüht nur im Frühjahr, deshalb wäre ich gar nicht auf den Gedanken gekommen. Danke, Renate!

    Auf die Springkrautsamen hat Andrea hier im Blog auch schon hingewiesen. Röstest Du die, Renate, oder verwendest Du sie „roh“?

    Liebe Grüße,
    Doris

  4. Ich hab sie noch nicht geröstet, liebe Doris. Ich lass die Samen in meine Hand springen und vernasche sie vor Ort. Lecker! (Auf meiner Joggingstrecke gibt es viele Springkräuter und es werden jedes Jahr mehr – kein Wunder bei der Springweite der Samenkörner).

  5. Posted by Christel on 15. Oktober 2012 at 21:13

    Die Witwenblume erkennt man an den Knospen. Die sehen aus wie Knopfe an den Uniformen der Soldaten.
    Früher hat man dem toten Soldaten diese UniformKnöpfe abgeschnitten und der Witwe geschickt => Witwenblume

    • Posted by Doris on 16. Oktober 2012 at 18:56

      Hallo Christel,
      stimmt, dass die Blütenköpfe aussehen wie Knöpfe habe ich auch schon oft gelesen, aber den Namen „Witwenblume“ nie verstehen können. Vielen Dank für die Hintergrundinfo, jetzt ist mir das endlich klar!

      Viele Grüße,
      Doris

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