Grün in Sicht!

Es taut. Endlich! Die Schneedecke reißt auf, tropft davon und gibt den Blick frei auf braune Flecken im Gartenbeet und – man glaubt es kaum – erstes Grün.  Krokusse und Tulpen haben unter der isolierenden Schneeschicht fleißig durchgetrieben und auch die Mangoldstauden vom letzten Jahr zeigen schon frisches Blattwerk. Was für eine Wohltat fürs Auge nach dem ganzen Weiß und Grau der letzten Wochen – da freut man sich sogar übers Unkraut. Das Gartenschaumkraut (Cardamine hirsuta) hat unter dem Schnee eine beachtliche Rosette gebildet und streckt jetzt seine Blätter der Sonne entgegen.

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Das widerstandsfähige Kraut war anscheinend bis vor 20 oder 30 Jahren gar nicht so weit verbreitet und ist erst durch Baumschulware so richtig in die deutschen Gärten gekommen. Bis dahin dürfte das mit ihm verwandte Wiesenschaumkraut die bekanntere Pflanze gewesen sein. Ich selber kenne das Gartenschaumkraut eigentlich erst, seitdem ich gärtnere und habe schnell gemerkt, dass  immer wieder kommt, egal wie fleißig man rupft und zupft. Aber seitdem ich den Geschmack seiner Blättchen kenne, stört mich das noch weniger als vorher und seine zarten weißen Blüten sind auch hübsch anzuschauen.  Das Gartenschaumkraut macht sich mit seiner pfeffrig-scharfen Note gut in Frühlingssalaten, auf dem Butterbrot oder auch einfach nur so zwischendurch als kleiner Leckerbissen bei der Gartenarbeit.

Deshalb mein Frühlings-Tipp für die Gartenbesitzer unter Euch: Verbindet doch einfach das Nützliche mit dem Angenehmen und münzt das Un-, pardon, Wildkraut um in eine Salatzutat. Das schmeckt und bringt nebenbei auch noch den winterschlappen Organismus in Schwung.

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13 responses to this post.

  1. Hallo Doris
    Bei uns liegt leider noch Schnee aber ich habe Hoffnung (mein Schneeglöckchen).
    Das Gartenschaumkraut kenne ich leider nicht , weiß jetzt aber nicht ob das gut oder schlecht ist.
    Wünsche dir ein sonniges Wochenende
    Liebe Grüße
    Claudia

  2. Was mir dieser Post aus dem Herzen spricht!!! Unkraut gibt’s ja gar nicht 😉 Liebe Grüße Ghislana, die jetzt weniger die Schneeschichten als die Hausbaumlaubschichten abtragen muss… 😉

  3. Dass das Gartenschaumkraut sich schon so prächtig entwickelt hat, erstaunt mich jetzt. Da muss ich doch gleich mal in den Garten gehen, denn bei uns wächst das auch auf der Wiese … allerdings befürchte ich, dass es noch vom Schnee zugedeckt ist. Allmählich kann ich keinen Schnee mehr sehen! Allerdings: die unverwüstliche Vogelmiere auf meinem Balkon reckt und streckt sich schon …

  4. Ja, es ist wirklich eine Wohltat, dass wir endlich mal wieder Sonne sehen (wobei heute macht sie sich schon wieder rar) und es schon fleißig treibt 🙂 Ich habe auch gerade einen Beitrag in meinem Blog geschrieben ;-): http://wildeschoenheiten.wordpress.com/2013/03/03/fruhling-endlich-sonne-alles-wird-gut/

  5. Posted by Doris on 3. März 2013 at 16:22

    Ihr Lieben,

    dankeschön für Eure Kommentare. Genießt den Sonnenschein und die steigenden Temperaturen an diesem schönen Sonntag!
    Ich finde es auch erstaunlich, was unter dem Schnee schon alles gewachsen ist. Das Gartenschaumkraut ist eine der ersten Pflanzen, die sich im Jahr zeigen. Mir scheint, es ist quasi immergrün, ähnlich wie die Vogelmiere. Und auch mein Biologielehrer hat schon vor 20 Jahren gesagt, dass es gar kein Unkraut gibt. Recht hatte er. Wir haben die Kräuter erst zu „Un-„Kräutern gemacht. Wie schön, dass wir uns wieder rückbesinnen können heutzutage. 🙂

    Viele Grüße!
    Doris

  6. Posted by meineschreibblockadeundich on 4. März 2013 at 16:12

    Hallo! Bin gerade durch Zufall auf deinem Blog gelandet – und sofort am Gartenschaumkraut „hängengeblieben“. Das hat sich nämlich auch in meinem Garten unter der Schneedecke bereits ganz erstaunlich ausgebreitet. Und egal wie oft ich jäte – es kommt regelmäßig wieder.
    Vielleicht werde ich also wirklich einmal versuchen es zu essen, statt es auszuzupfen ;).

    Herzlichst
    Marie

    • Posted by Doris on 4. März 2013 at 23:08

      Hallo Marie,
      schön, dass Du bei meinem Post hängengeblieben bist. Dankeschön für Deinen Kommentar. 🙂 Wahnsinn, wie sich das Grünzeug tatsächlich unter dem Schnee entwickelt hat, oder? Ich war auch richtig verblüfft, als ich das gesehen habe. Probier das Gartenschaumkraut ruhig mal. Es schmeckt ähnlich wie Kresse, vielleicht eine Spur herber. Im Internet gibt es auch ein paar Rezepte zum Thema. Ich fange einfach mal mit dem Kräutlein als Salatgewürz an. Dann kann man sich steigern, denn das Gartenjahr fängt ja erst an.

      Liebe grüße,
      Doris

      • Posted by meineschreibblockadeundich on 5. März 2013 at 08:31

        Ich glaube auch, ich werde erst mal ein bisschen was an den Salat tun. Zu den Karotten heute könnte das gut passen …

      • Posted by Doris on 6. März 2013 at 13:45

        Hallo Marie,
        ich hoffe, es hat geschmeckt! 🙂

        LG, Doris

      • Posted by meineschreibblockadeundich on 6. März 2013 at 14:07

        Hat es! – Danke der Nachfrage! Ich hätte nie gedacht, dass gerade dieses Grünzeug so gut schmeckt. In Zukunft werde ich es also wirklich nicht mehr ausrupfen, sondern aufessen.

        Herzlichst
        Marie

  7. So, ich hab nachgeschaut. In unserem Garten gibt es zur Zeit nur Schneeglöckchen und die ersten Krokusse. Gartenschaumkraut konnte ich noch keines entdecken. Aber abwarten …. 🙂
    Ganz vergessen: der Bärlauch sprießt schon … kuckst du hier:
    http://www.renateblaes.de

    • Posted by Doris on 6. März 2013 at 13:39

      Hallo Renate,
      ich habe eben die ersten Krokusse in unserem Garten entdeckt *hüpf**freu*! Du, wahrscheinlich liegts an meinem gut gedüngten Gartenbeet, dass das Gartenschaumkraut sich unter dem Schnee so gut gehalten und entwickelt hat. 😉 Heute ist jedenfalls was davon fällig – ich mache heute einen Salat!
      Was, der Bärlauch kommt auch schon? Wow … gute Zeichen!

      Liebe Grüße,
      Doris

  8. […] großes Büschel Gartenschaumkraut, das wurde auch gleich noch geerntet und mitgenommen für den hier bereits erwähnten Vorfrühlingskick beim […]

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