Endlich Frühling, endlich Pflanzzeit…

…und dann das!
Eigentlich wollte ich meine Beete für die auf der Fensterbank vorgezogenen Pflänzchen vorbereiten. Doch siehe da, die Natur war schneller. Alles bereits besetzt!
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Mit einem der meist gehassten „Unkräuter“, dem Franzosenkraut.
Früher habe ich das ganz genauso gesehen und es einfach mit mißgelaunter Miene herausgerissen und weggeworfen.
Heute ist das Franzosenkraut , genauer gesagt, das behaarte Franzosenkraut für mich ein Wildkraut, das die Frühjahrsküche bereichert und geerntet statt herausgerissen wird.
Ab Mai kann man die zarten Blüten, Blätter und Triebspitzen roh in Salaten, Kräuterquark oder auf dem Buttebrot verwenden.
Neben Mangan enthält das Franzosenkraut Eisen, Calzium, Mangnesium, Kalium und die Vitamine A und C, was dem Körper nach dem Winter durchaus gut tun könnte.
Im Sommer kann die ganze Pflanze ähnlich Spinat in Gemüse- und Suppengerichten verwendet werden. Auch für den Entsafter ist sie geeignet, außer den etwas zähen Stängeln.
Und wer nicht genug davon bekommen kann oder einfach Unmengen davon im Garten hat, kann sie auch trocknen und in Gläsern als Suppeneinlage für den Winter aufbewahren.
Und jetzt noch ein Tipp für ganz begeisterte Franzosenkrautfreunde:
Die Pflanzen bilden von Juli bis Oktober fortlaufend Samen, die ganz leicht ausgeschüttelt werden können (daher ja auch die massenhafte Verbreitung). Man kann sie z. B. in eine Papiertüte schütteln und im Winter auf der warmen Fensterbank keimen. Als vitaminreiche Zutat zu allerlei Speisen.
Wer von Euch schon eigene kulinarische Erfahrungen mit dem Franzosenkraut gemacht hat, ist eingeladen sie hier mit uns zu teilen.
Oder bin ich die einzige „Verrückte“, die so etwas isst?

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8 responses to this post.

  1. Ich sag’s ja immer, esst die Wild(Un-)Kräuter einfach auf 😉 Liegt wohl am Boden, denn hier bei uns entdecke ich nur äußerst selten Franzosenkraut.

  2. Ich kenne das gar nicht. Muss mal auf die Suche gehen 😉
    Und was machst Du nun mit den Pflänzchen von der Fensterbank?
    Liebe Grüße und ein schönes Pfingstfest
    Sigi

    • Posted by Andrea on 19. Mai 2013 at 11:42

      Hallo Sigi,

      Inzwischen sind die Beete soweit abgeerntet und die Pflänzchen ziehen nach und nach um. Meine Kaninchen haben beim Aufessen auch geholfen. 😉
      Aber manchmal wird mir dieser Reichtum an Wildpflanzen sehr bewußt und dann sehe ivh mir meine Kräuterspirale, mein Gewächshaus und all die selbstgezogenen und vom Markt gekauften Pflanzen auf den Beeten an und stelle fest, das die Reichlichkeit fast den Rahmen sprengt. Gerade bei den Kräutern.
      Dir auch eine gute Zeit!

      Andrea!

  3. Posted by Doris on 19. Mai 2013 at 20:44

    Hallo Andrea,
    wie schön, Dich zu lesen. 🙂 Danke für Deine Mail neulich; ich wollte mich schon seit ewigen Zeiten bei Dir melden. Mache ich noch.
    Das Franzosenkraut habe ich vereinzelt auch im Garten, wusste aber mal wieder nicht, dass man das so vielseitig verspeisen kann. Das nächste Pflänzchen wird angeknabbert und probiert.
    Was pflanzt Du denn gerade aus? Sag mal, habt Ihr auch so viele Nacktschnecken?! Gibts gegen die denn gar kein Kraut? Manchmal bin ich kurz vorm Verzweifeln.

    Liebe Grüße & einen schönen Pfingstmontag,
    Doris

  4. Posted by Andrea on 19. Mai 2013 at 21:03

    Hallo Doris,

    bei mir wandern gerade bunter Mangold, kohlrabi, rote Beete, Zuccini und Kürbis nach draußen. Ins Gewächshaus sind Auberginen, Gurken, Tomaten und Gemüsepaprika eungezogen. Aber das sind noch lange nicht alle Pflanzen, der Garten ist zwar nicht riesig, aber abwechslungsreich bestückt.
    Schnecken haben wir auch jede Menge und ganz ehrlich, ich greife inzwischen gerade nach dem Auspflanzen zu Schneckenkorn von Neudorf.
    Auch wenn das jetzt vielleicht große „Entrüstung“ hervorruft, ich habe sie früher auch schon jeden Morgen abgesanmelt und mit kochendem Wasser übergossen, was für die Schnecken schnell und wenig qualvoll sein soll. Allerdings lebten wir da noch direkt am Wald und es waren hunderte. Und durch das einsammeln habe ich erst bemerkt, wie wunderschön und vielseitig die Farben und Musterungen der Nacktschnecken und Baby- Nacktschnecken sind. Das konnte ich dann nicht mehr übers Herz bringen.

    Alles Liebe! Andrea!

  5. Posted by Doris on 22. Mai 2013 at 18:43

    Hi Andrea,
    nö, bei mir ruft das keine Entrüstung hervor – ich sammele momentan fast jeden Tag mindestens 20 Schnecken ein und übergieße sie mit heißem Wasser. Es tut mir zwar leid, aber mir bleibt nichts anderes übrig – wenn ich sie ein paar Wiesen weiter trage, sind sie in Kürze wieder bei mir. Es stimmt schon, sie haben schöne Musterungen und sehen oft direkt schön aus. Begeistert bin ich über die Situation auch nicht, aber Schneckenkorn hilft jetzt meiner Meinung auch nicht mehr viel und ich habe zuviel Angst, dass es unserem Kater doch schaden könnte. Deshalb die „Brachialmethode“. 😦
    Bei mir wandert noch gar nicht so viel in den Garten. Es ist einfach wieder zu kalt und zu nass. Ich hatte Mitte April alles mögliche gesät, was so um diese Zeit auszubringen war, aber die Sachen gehen nur sehr zögerlich auf. Zu kalt, nehme ich an.

    Viele Grüße,
    Doris

    • Posted by Andrea on 22. Mai 2013 at 19:08

      Hallo Doris,

      hast Recht, einsammeln und aussetzen macht keinen Sinn. Und die Massen an verbannten Schnecken bringen dann auch leicht wieder das Gleichgewicht am Ort des Exil durcheinander.

      Alles Liebe! Andrea!

      Am 22.05.2013 um 18:43 schrieb „Natrlich! Wildkruter…“

  6. Posted by Doris on 26. Mai 2013 at 15:43

    Es gibt für manche Sachen einfach keine perfekte Lösung…

    Jetzt habe ich das Franzosenkraut noch mal gegoogelt und stelle fest, das kommt ja gar nicht aus Frankreich. 🙂 Es kommt aus Südamerika und ist ein Neophyt, der bei uns eigentlich gar nicht heimisch war. Interessant! Ich habe das auch schon im Garten gesehen, da bin mir sicher. Wie gesagt, beim nächsten Erscheinen wird es angeknabbert. „Lästig, aber lecker!“, so steht es im Internet!

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