Archive for the ‘Allgemein’ Category

Neulich bei Königs: Größenvergleiche

efeuwildnis

„Neulich bei Königs“ – die neue Mini-Soap auf der efeuwildnis informiert über die Neuigkeiten aus dem Adelsgeschlecht derer zu Königkerze, weil mir scheint, dass das Thema „Das Gespür der Königskerze für Schnee“ noch für weiteren Blogstoff sorgen könnte. Größe ist nämlich relativ. Die Blüten an meiner Königskerze sind relativ groß, weshalb ich sie automatisch als Großblütige ihrer Art einsortiert hatte. Ganz sicher war ich mir aber eigentlich nicht und siehe da: Knapp vorbei könnte in dem Fall aber auch daneben gewesen sein, denn  bei der Größblütigen Königskerze (Verbascum densiflorum) sind die Blüten laut Literatur im Durchmesser über 4 cm groß.Koenigskerze_ZollstockSo groß sind die Blüten an meiner Gartenkönigin definitiv nicht, wie das Beweisfoto mit Zollstock (in Bayern besser bekannt als „Meterstab“) glaubwürdig darlegt, trotz zittriger Handhaltung meinerseits, im Wind wackelnder Blüten und einem Kater, der sich just im Moment des Fotografierens gegen meine Beine lehnen musste, was der…

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Schweigen im Walde …

… herrscht hier gerade, sprichwörtlich gesehen. Nicht, weil es nichts über Wildkräuter zu erzählen gäbe, sondern weil einfach die Zeit dazu fehlt.  Nebenbei beschäftige ich mich gedanklich mit einem Blogumzug, denn es wird Zeit, den sicheren Hafen hier bei Andrea und Martin zu verlassen. Eine Zeit der Umbrüche mit neuen Ideen und Tätigkeiten. Ich wünsche Euch produktive und fröhliche Frühlingstage. Man liest sich wieder. 🙂

Weidenkätzchen

Hackedicht

Buntspecht„Hackst du dicht am Stamm entlang, kommt noch jeder Käfer dran.“ Ein Spruch, der in keiner Spechtschule fehlen sollte! Das Hauptmotiv auf dem Foto ist leider ein klein wenig verwackelt – ein Specht in Aktion ist irgendwie ein undankbares Fotomodell. Pflanzen sind wesentlich leichter zu fotografieren …

Jedenfalls hackte sich der Buntspecht neulich Zentimeter für Zentimeter an der Felsenbirne hoch, immer auf der Suche nach Fressbarem. Dabei hatte er vorher minutenlang den Meisenknödel bearbeitet und reingehauen, was das Zeug hielt. Klar, dass da auch einiges runtergefallen ist, sehr zur Freude der kleineren Vögel, die der Grobian vom Futterplatz verdrängt hatte. Ich stelle mir gerade vor, wie die Spatzen unten am Boden hocken und ihn anfeuern: „Jo, Buntspecht, hau drauf!“, denn was unten liegt, braucht man schließlich nicht mehr aus dem runden Wackelteil im Geäst rauspicken. Wozu sich mehr Arbeit machen als unbedingt nötig? Spatzen sind nicht dumm. Der Buntspecht aber auch nicht, der kommt nämlich jeden Winter vorbei und schaut, ob’s was Kostenloses zu futtern gibt. Nebenbei säubert er die Bäume und Sträucher bei uns und in den Nachbargärtern und dezimiert die Krabbelviecher. Das nenne ich eine klassische Win-Win-Situation, die obendrein noch gute Laune macht, denn er ist ja schon ein Hübscher, der Buntspecht.

Sonne in Brauntönen

Heute ist Maria Lichtmess. Und, habt Ihr auf die Uhr geschaut? Ich habe es zugegebenermaßen vergessen, aber es ist auf jeden Fall deutlich länger hell. Richtiges Frühlingswetter haben wir deshalb immer noch nicht, aber wenigstens gestern habe ich mir eine deutliche Frühlingsnote in der Luft eingebildet. Die Vögel piepsen zum Teil auch schon sehr unternehmungslustig. Föhnluft macht’s möglich, zumindest bei uns im Voralpenland.

Bild

Mein heutiger Pflanzengruß ist weder grün noch bunt, hat aber auf seine eigene Art auch seinen Reiz. Dank der relativ milden Witterung steht die Sonnenblume immer noch und strahlt in dezenten Brauntönen, ab und zu dekoriert mit einem weißen Winterkäppchen. Die Vögel schauen immer wieder mal vorbei, nehmen sich eine Wegzehrung mit und verstreuen auf diesem Weg neue Sonnenfreuden für den kommenden Sommer. Da kann der Frühling kommen.

Kostenlose Spezialeffekte

Da wird jeder Beleuchter neidisch, denn die Natur kann’s halt einfach, ganz ohne Strom, einfach so, völlig absichtslos. In den letzten Tagen gab es so manchen Lichteffekt zu bestaunen. Sogar einen Regenbogen habe ich Anfang Januar schon gesehen. Obwohl ich weiß, dass meine Kamera für solche Bilder nichts taugt, muss ich auf den Auslöser drücken, um mir eine Ahnung von dem großartigen Eindruck zu bewahren.Januar_Lichteffekt

Wenn man genau hinschaut, sieht man die Zaubertropfen in den Ästen und vielleicht auch noch in der Luft. Das waren mal Schneeflocken, die morgens in der Sonnenwärme geschmolzen sind.Januar_Sonnenstrahlen

Ein Bündel Sonnenstrahlen im dunklen Tann. Irgendwie unwirklich.Januarmond

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein waren noch nicht da. Die kamen erst später, als der Vollmond schon höher stand und es richtig dunkel war.

Der Januar 2014 hat außergewöhnlich viele Stimmungsvarianten zu bieten. Ob es auch noch eine schneeweiße Winterstimmung vor blauem Himmel geben wird?

 

Scharfe Geschenke

… ein wenig verspätet gibts noch was Scharfes zu Weihnachten! Andreas getrocknete Chilis machen sich äußerst dekorativ auf Geschenkpäckchen, die wir Euch hier virtuell zukommen lassen wollen.

Geschenke

Bis bald!

Nee, der heißt echt so!

Der Name klingt doch nach einer findigen Marketingkampagne zur Weihnachtszeit: Lebkuchenbaum. Bilder vom Schlaraffenland und dem nachwachsenden Rohstoff Lebkuchen sausen einem da durchs Hirn, verbunden mit dem einzigartigen würzigen Duft nach eben diesen. Branding at its best, könnte man meinen, aber erfunden hat’s keine Marketingagentur, sondern der Volksmund, der die Dinge einfach gern auf den Punkt bringt. Judasblattbaum heißt der gebürtige Asiate zwar auch, aber das klingt nicht so positiv, und Cercidiphyllum japonicum kann sich kein Mensch merken. Lebkuchenbaum ist definitiv eingängiger.

Die Pflanze stammt aus Japan und China und ist bei uns als Ziergehölz in Parks und Gärten zu finden. Sie wächst als Strauch oder Baum. Wilde Vorkommen stelle ich mir mit Herbstlaub echt hammermäßig vor, wenn schon eine Solitärpflanze in einem Park eine solche Strahlkraft hat. Allein dafür würde ich gern mal nach China reisen, wo es die Pflanze in Wäldern und an Bachläufen geben soll. Judasblattbaum

Sobald die herzförmigen Blätter zu welken beginnen und sich allmählich verfärben, verströmen sie einen markanten Duft nach Zuckerwatte und Karamell, vor allem bei feuchter Witterung. Nase steuert Gehirn und die Gedanken wandern automatisch in Richtung Christkindlsmarkt und Weihnachtszeit, auch bei 22°C im September. Da ensteht dann auch mal eine Weihnachtskarte im Herzblattdesign.

Etwas später habe ich einem Katalog kleine Weihnachtskärtchen mit Lebkuchenbaumsamen entdeckt und versuche jetzt, einen solchen duftenden Lichtblick für unseren eigenen Garten zu züchten. Mal sehen, was draus wird. Jedenfalls war das eine meiner spektakulärsten Pflanzenbekanntschaften 2013. Habt Ihr auch eine neue Herzenspflanze kennengelernt im vergangenen Jahr?

Euch allen frohe Weihnachten mit vielen Lebkuchen und anderen Leckereien, gefolgt von einem guten Start in ein neues Wildkräuter und -pflanzenjahr. Bis bald!