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Ein kleiner Spaziergang mit Folgen…

Herbstzeit – Erntezeit! Ich weiß ja nicht, wie es Euch damit geht. Aber wenn ich diese herrlichen Wildfrüchte sehe, die Vogelbeeren und Schlehen, die leuchtend roten Hagebutten und die Beeren des Weißdorn in ihrer Fülle, dann kann ich gar nicht anders. Dann packt mich die Sammelleidenschaft und der kleine Spaziergang endet mit einer großen Stofftasche voller Beute.

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Doch was mir beim Sammeln meist nicht in den Sinn kommt, ist der Gedanke daran, das all die Pracht ja auch, am besten sofort, verarbeitet werden will. Puuuhh! Das kann dauern!

Erstmal einen Teil der Hagebutten und die Vogelbeeren zum Trocknen bei 30°C in den Ofen. Die Schlehen kommen erst noch mal ins Gefrierfach, denn Frost hatten sie noch keinen.

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Dann die Weißdornbeeren von den Stielen zupfen und vorerst zur Seite stellen. Jetzt sind die Kartoffel- Hagebutten dran. Ich gebe sie ganz in einen Topf und koche sie weich. Dann ab durch die flotte Lotte. Anschließend noch durch ein gaaanz feines Sieb streichen…das dauert :(. Aber das Ergebnis läßt sich sehen. Ganz feines Hagebuttenmus;). Ich fülle es in einen Eiswürfelbehälter und friere es ein.

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So habe ich es gleich portioniert und kann es je nach Bedarf für Suppe, Soßen oder gemischt mit Honig, Agavendicksaft oder Apfelmus als Marmeladenersatz verwenden.

Als nächstes setze ich Hagebutten und Weißdornlikör an. Nach altbewährter Methode. 1/3 Kandis, 1/3 Früchte. Den Rest, je nach Geschmack, mit Doppelkorn oder Wodka aufgießen. Die Schlehen werden morgen ebenfalls zu Likör verarbeitet, allerdings mit Rum. So mag ich ihn am liebsten.

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Der Weißdorn ist eine Herausforderung, denn es ist mir kein wirklich schmackhaftes Rezept mit den Beeren bekannt. Der Likör ist ein Versuch. Probeweise habe ich in eine Flasche noch Hagebutten zugegeben. Mal sehen, was daraus wird, ich halte Euch auf dem Laufenden.

Vielleicht hat ja jemand von Euch da draußen noch ein selbst erprobtes, wirklich leckeres Weißdornbeerenrezept auf Lager und mag es mit uns teilen…?! 

 

 

 

 

Ran an die Schlehen!

Blöde Inversionswetterlage: Auf den Bergen scheint die Sonne und wir Flachlandtiroler drunten im Tal hocken in der Mehlsuppe, die wenig Lust aufs Rausgehen macht. Sonnenwetter ist garantiert immer dann, wenn ich auf dem Weg in die Arbeit bin, aber nicht mehr, wenn ich nach Hause komme. Meine gedankliche „To-Do“-Liste wird immer länger und regelmäßig ist auch der Eintrag „Schlehen sammeln!“ mit dabei. Ich bin nämlich im August an einer Stelle vorbeigekommen, an der es eine große Schlehenhecke gab…

Keine Ahnung, ob Früchte noch so reichlich vorhanden sind wie damals. Um genau zu sein, war das die einzige Hecke in diesem Jahr, an der der Fruchtbesatz einigermaßen gut war.  Ist 2012 vielleicht kein Schlehenjahr?

Wäre auch gar nicht so tragisch, weil mir eine oder zwei Handvoll schon reichen würden, denn ich will den Schlehenlikör ja nicht gleich literweise ansetzen. Aber so ein Schlückchen in Ehren ist was Feines und eignet sich auch prima als kleines Mitbringsel für liebe Menschen. 

Daher ist das mein Motto für kommende Woche: Ab in die Hecke!